07.10.2026: Lesung und Diskussion mit Richard Schuberth:  Vom Antisemitismus, der keiner sein will

7. Oktober, 19:30h, T-Keller, Geismarlandstr. 19 

Richard Schuberths im März erschienener Essayband – nominiert für den „Tractatus-Essaypreis“ des Philosophicums Lech und nunmehr in der vierten Auflage – sprach sich vor allem in den Sozialen Medien schnell als besonders scharfsinniges und zeitgemäßes Buch zu den jüngsten Auswüchsen des Antisemitismus herum.

Der Wiener Autor beleuchtet bekannte und unbekannte Facetten eines kollektiven Wahns, der sich selbst nicht erkennen kann, weil er unter dem Banner der Global Justice agiert. Mit seiner ihm eigenen Fusion aus Essay, Satire und wissenschaftlicher Analyse ergründet der Autor auch die Mindsets der neuen Antisemiten und die verschiedenen Schichten der Projektion, die wie ein Peilsender stets sich ihr Israel finden.

Schuberth sieht sein Buch als eine Bringschuld, und als Herausforderung, die neuesten Metamorphosen des Antisemitismus anhand seiner Kontinuitäten und Brüche zu verstehen. 

Unterstützt vom: AStA Göttingen, ver.di Göttingen, Buchladen Rote Straße und der Gesellschaft für Christliche Jüdische Zusammenarbeit.

Stimmen zum Buch:

 »Richard Schuberth, der sachkundig und sprachmächtig wie kaum ein anderer seit Jahren über Israel und Palästina schreibt und gegen Falschmeldungen aller politischen Bastionen anschreibt …«

Karl-Markus Gauß, Schuldhafte Unwissenheit

Gleich vorweg: Richard Schuberth ist mutig. In vielerlei Hinsicht. Sein Buch Vom Antisemitismus, der keiner sein will ist ein Wagnis und Rüttelei am Watschenbaum gekränkter Seelen. Sein Buch ist wichtig. Sein Buch ist schmerzhaft.

Julya Rabinowitsch, Zack-Zack

Dieses Herangehen zeitigt im Text ganz andere Ergebnisse als die Aussteigerliteratur diverser Konvertiten der vergangenen Jahre.«

Volker Weiss, Süddeutsche Zeitung

»Bemerkenswertes Einfühlungsvermögen in jüdische Befindlichkeiten, kenntnisreicher Aufschlag, der die persönliche enorme Belesenheit und Analysefähigkeit des Autors freigiebig mit dem Leser teilt.«

Achim Doerfer

Wer anfangen will, zu verstehen, warum sich so viele der sich selbst als kritisch, aufgeklärt, links und feministisch bezeichnenden Menschen nach dem 7. Oktober auf die Seite der Täter geschlagen haben, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.«

Vlatka Frketić, Stimme von und für Minderheiten

»Nicht zuletzt ist Schuberth ein leidenschaftlicher Zeitdiagnostiker in der Tradition von Karl Kraus bis Wolfgang Pohrt, zum Teil auch im Hang zu giftiger Übertreibung. 

Thomas Schmid, Die Welt

„Diese unbewussten, zerstörerischen psychischen Motive beispielhaft immer wieder zu analysieren ist eines der Vorzüge dieses Werkes. Schuberth liefert mit seinem Buch auch Grundlagen einer Psychoanalyse des Antisemitismus. (…) Dabei schlägt der Autor niemals in die Kerbe einer antipalästinensischen Einseitigkeit, sondern zeigt immer wieder Empathie für das Schicksal arabischer Menschen, die zwischen die Fronten kommen und kamen, und zeichnet beinahe mit Bedauern die Hoffnungslosigkeit einer in ihren Ideologien gefangenen fanatisierten Gesellschaft nach, welcher Gruppenzwang den – wohl oft heimlich ersehnten – Ausstieg verwehrt.“

Roland Kaufhold, haGalil

»Die Flachdenker:innen mit den Palästinensertüchern, die sich sozusagen in ihre eigene Selbstgerechtigkeit gewanden, die würden dieses Buch nicht lesen, aber selbstreflektierte Menschen, die auch ein Vergnügen haben an gutem Stil, der nicht prunkt, der aber aus der Tradition der Sprachkritik Österreichs kommt, für diese Menschen ist das Buch ein Erkenntnisvergnügen.«

Marko Martin, Deutschlandfunk

„Wie Pohrt geht auch Richard Schuberth, bei aller notwendigen polemischer Zuspitzung, nie die Empathie für die Opfer der herrschenden Verhältnisse verloren.“

Stefan Dietl